Direkt der Nachfolger Gustafs I.,  sein Sohn Erik XIV. wurde bereits 8 Jahre nach seinem Herrschaftsantritt wieder abgesetzt. Er verlor den Thron an seinen Bruder, Johan III.

Gründe für sein Scheitern werden vor allem in seiner Persönlichkeit gesehen: bereits zu Beginn seiner Regierungszeit fiel er durch ausgesprochene Paranoia auf, die sich vor allem gegen seine Brüder richtete und gegen den schwedischen Hochadel. Seinen Bruder Johan ließ er 1563 gefangensetzen, da er mit seiner Heiratspolitik gegen Eriks und schwedische Interessen verstoßen hatte. Die Heirat Johans mit der polnischen, katholischen Prinzessin Katharina Jagiellonica und die katholische Erziehung seines Sohnes Sigismunds führte später zu dessen Absetzung. Dies konnte Erik zum Zeitpunkt der Heirat Johans mit Katharina zwar noch nicht vorhersehen, im Nachhinein scheinen die Entwicklungen seinem Mißtrauen aber Recht zu geben.
Die Auseinandersetzungen mit dem schwedischen Adel nahmen kein Ende. 1567 saßen wichtige Angehörige dieses Adels in Eriks Gefängnis, wo sie auf Anklagen und Verurteilungen wegen Hochverrats warteten. Erik, der im Frühjahr und Sommer 1567 Zeichen von Wahnsinn zeigte, ließ bei einem Besuch im Gefängnis erkennen, dass er die Adligen nun freilassen wolle. Kurze Zeit später kehrte er jedoch zurück, erstach einen der wichtigsten Männer und rannte hinaus. Dabei befahl er noch den Wachen, die restlichen Adligen auch umzubringen, was dann auch geschah. Erik selbst irrte wohl noch einige Zeit durch den Wald, bevor er dort gefunden wurde und zurück ins Schloss gebracht werden konnte. Nach einer wichtigen betroffenen Adels-Familie gingen diese Ereignisse als die „Sture-Morde“ in die Geschichte ein.
Was ich  besonders faszinierend finde, ist, dass Erik nach dieser Episode nicht abgesetzt wurde; er bekannte sich zu seinem Wahnsinn, schrieb gar einen offenen Brief an die Bevölkerung Schwedens und überließ die Regierungsgeschäfte größtenteils dem Riksdag. Er selbst nutzte die Zeit, um gegen die Konventionen seiner Zeit die Bauerntochter Karin Månsdotter zu heiraten. Diese Ehe gab dann schließlich den Anlass für seine Brüder Johan und Karl ihn 1568 abzusetzen und gefangenzunehmen.  Über ein Jahr nach den Sture-Morden.
Je mehr ich darüber nachdenke, unter anderem grade jetzt beim Schreiben dieses Artikels, umso verworrener und unsicher erscheinen mir alle Ereignisse um Erik: wie wahnsinnig war er wirklich und wie wurde damit umgegangen? Gab es doch ernstzunehmende Gründe für seine Paranoia? Welche Rolle spielten seine Berater, denen von einigen zu großer Einfluß zugeschrieben wurde? Und wie ist Johan zu beurteilen? Erst als Gefangener seines Bruders und dann als Absetzender?

Statt einem Zwischenergebnis oder einer Darstellung von einigermaßen gesicherten Ereignissen kann ich bei Erik XIV. zu diesem Zeitpunkt nur diese Vor-Überlegungen bieten. Ich hoffe, die Quellen geben mir grade über diese Punkte noch einigen Aufschluss und ich kann dann in einiger Zeit Genaueres berichten.