Im Kampf gegen meinen Goliath „Magisterarbeit“ hat heute der größere gewonnen, nicht der gewitztere. Ich vermute mal, das Gefühl, dass die vor einem liegende Arbeit immer größer wird, sich immer neue Probleme auftun, man noch mehr lesen muss und eine vernünftige Darstellung der eigenen Arbeit immer unwahrscheinlicher scheint, kennt jeder, der schon mal einen umfangreichen Text in einer bestimmten Zeit zu Papier bringen musste?

Insofern fühle ich mich nicht allein und hoffe, dass auch ich Goliath besiegen werde. Momentan fühle ich mich allerdings, als wäre mein Kopf voller Einzelbegebenheiten – oft Anekdoten, die sich gegen jede Art wissenschaftlichen Zugriff wehren. Mein selbstgestellter Zeitplan wird immer enger, so dass ich nicht weiß, wann ich noch offene Fragen durchsehen kann; bzw. ich habe dafür schon Zeit am Ende der Arbeit. Nur dann steigen mir meine Korrektoren auf’s Dach, wenn ich in der Vorweihnachtszeit solch eine Arbeit von ihnen verlange.
Wie geht Ihr mit der Angst vor „Goliath“ um?