Aus dem Abstand von 200 Jahren kann ich sagen, dass ich heute sehr dankbar für die Protokolle der überaus fleissigen Wiener Geheimpolizei bin. Zugegebenermassen war es für die bespitzelten Souveräne, Diplomaten und andere Kongressteilnehmer weniger lustig, vor allem auch, wenn ihre Korrespondenz abgefangen wurde.

Die Akten, die in Auswahl bei August Fournier „Die Geheimpolizei auf dem Wiener Kongress“ abgedruckt sind, lesen sich wie ein etwas altmodischer Agentenroman; oder wie ein sehr altmodisches Klatsch- und Tratschblatt.